Hervorgehoben

Nachhaltigkeitsprojekt: Trägt Konsumästhetik zu mehr Suffizienz bei?

Photo Credit: Alien Spiller

In meinem ersten Beitrag möchte ich erläutern, was ich mit diesem Blog vorhabe. Die Blog-Philosophie wird im englischen Sprachgebrauch „Bloggy Mission Statement“ genannt. Das finde ich weitaus treffender. Die Mission dieses Blogs ist es, mehr Aufmerksamkeit für den Suffizienzgedanken zu erzeugen. Suffi was? Ja, darauf haben mich meine Freund*innen sogleich hingewiesen: nicht zu viele Fremdwörter verwenden und erklären, erklären, erklären. In den kommenden Beiträgen werde ich daher zur weiteren Erläuterung an die Fachbegriffe anknüpfen. Einleitend sei kurz das passende englische Wort „sufficient“ angeführt, welches mit ausreichend oder genügend übersetzt werden kann. In der Nachhaltigkeitswissenschaft steht Suffizienz unter anderem für ein bewussteres, Ressourcen sparendes Verhalten.

Mein Praxispartner für das Projekt ist das Berliner Unternehmen Your Loving Nature, das auf hochwertige ökologische Kosmetikprodukte spezialisiert ist. Wir nähern uns dem Thema Suffizienz aus konsumästhetischer Perspektive. Im Zentrum unserer Zusammenarbeit stehen die minimalistischen und stilisierten festen Kosmetikprodukte des Unternehmens. Die Produkte zeichnen sich nicht nur durch ihr puristisches Design aus. Ferner prägt Reduktion den gesamten Produktlebenszyklus, von der Herstellung bis zum Ende der Nutzungsphase.

Projekt-Flyer, Credit: Tina Jarek

Mit dem Projekt möchten wir mehr Menschen dazu anregen, sich auf die minimalistischen Produkte und den Verzicht auf Plastikverpackungen einzulassen. Ganz ohne Verpackung und den damit verbundenen Botschaften können sich Konsumenten mit den Produkten lediglich über ihren Gebrauchswert identifizieren. Das erfordert ein Umdenken und Loslösen von in der Werbung gängigen Wertzuschreibungen. Unser erklärtes Ziel ist es, dass Nutzer*innen die Idee des Weglassens von der Produktästhetik ausgehend auf andere Lebensbereiche übertragen. Das Projekt könnte so zu einem bewussteren Konsumverhalten beisteuern.

In diesem Sinne hoffe ich, mich mit Interessierten und Gleichgesinnten zu verbinden und auszutauschen. Es folgen bald weitere Beiträge, bleibt also dran. Melde dich unten an, um eine Benachrichtigung zu erhalten, wenn ich etwas Neues poste.

Quellen:
Linz Manfred (2004): Weder Mangel noch Übermaß: Über Suffizienz und Suffizienzforschung, Wuppertal Papers, No. 145, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Wuppertal, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:101:1-200911021828.